Ausblick

TAGESBERICHT DES ANTON PONZELAR, WOHNHAFT SCHINKENPLATZ 1, 47799 KREFELD
VOM 01.04.2100

"Du Asterix! Die spinnen, die... " (Obelix)

Die Familie des Anton Ponzelar wohnt seit dem 17. Jahrhundert in Krefeld im Kronprinzenviertel. Da er erst vor wenigen Jahren die Familienchronik durchgelesen hat, denkt er darüber nach, wie sich die Zeiten entwickelt und wie sich das Leben im Viertel verändert hat. Einer seiner Vorfahren, Markus Ponzelar, mußte im Jahre 1998 noch sage und schreibe 39 Stunden pro Woche arbeiten.

Die wöchentliche Arbeitszeit des Anton Ponzelar beläuft sich auf fünf Stunden. Nicht geändert hat sich jedoch, daß die Stadt Krefeld den Turnus von 20 Jahren eingehalten und die Erneuerung der Müllverbrennungsanlage und damit einhergehend die Verdoppelung der Müllgebühren beschlossen hat. Anton beabsichtigt heute, mit seinem neuen Raumgleiter einkaufen zu ...........

Er denkt daran, daß sein Vorfahr ihm schriftlich berichtet hat, welche Probleme es gab, als er mit seinem Gefährt, einem "Golf!?", durch die Straßen der Stadt gefahren sei. Demnach hat sich nichts geändert, die chaotische Verkehrsführung durch die Stadt sowie die Tatsache, daß sich auf diesen Straßen, wie heute, auch im Luftraum Schlagloch neben Schlagloch befindet. Anton denkt hierbei auch daran, wie problematisch es war, einen Stellplatz für seinen neuen Raumgleiter zu finden. Hierbei denkt er daran, daß es offensichtlich bereits vor über 100 Jahren die gleichen Probleme gab. Es hat sich nämlich nicht geändert, daß die Stadt Krefeld ein Heer von sogenannten Politessen beschäftigt, die die Bürger abzocken. Anton Ponzelar läßt aus den vorgenannten Gründen seinen Raumgleiter stehen und begibt sich zu Fuß in die Stadtmitte. Er überquert den Ostwall. Hierbei denkt er daran, daß sein Vorfahr berichtet hat, daß über diese Straße früher eine "Straßenbahn!?" gefahren sei. Die heute öffentlichen Verkehrsmittel bestehen aus Aneinanderkopplungen von Beförderungseinheiten der einzelnen Bürger. Was sich jedoch nicht geändert hat, ist, daß noch im Jahre 2100 darüber diskutiert wird, wie man den Ostwall umgestalten könnte. Herr Ponzelar sitzt zu Hause. Zeitungen gibt es nicht mehr. Er informiert sich über seine Multi-Media-Wand über das Geschehen. Er muß lesen, daß der KEV erneut verloren hat. Er stellt fest, daß sich auch dies im Vergleich zum Jahre 1998 nicht geändert hat. Er geht auf den Schinkenplatz und weint sich am Summstein aus!